Social Media als Türöffner des Museums für ein junges Publikum

Zwischen Wunsch, Ambitionen und Realität

Eine Facebook-Seite für den Aufbau einer kulturaffinen Community, über Twitter mit den Museumsinteressierten der nächsten Generation ins Gespräch kommen, spannende Trailer auf Youtube für den Besuchernachwuchs hochladen und auf dem Museumsblog mehrwertbringende Backgroundinfos publizieren, um junge Menschen in eine Ausstellung zu locken und sie mit einer App für das Smartphone vor Ort für die Exponate begeistern? Was auf dem ersten Blick so einfach klingt, ist beim zweiten, genaueren Hinsehen nicht nur Teil einer umfassenden und aufwendigen Aufgabe für viele Abteilungen in den Museen, sondern bedeutet gleichzeitig auch einen komplexen, langwierigen und kostenaufwendigen Prozess der internen Etablierung neue Technologien. Dafür benötigt es vor allem ein ausgefeiltes Konzept. Social Media funktioniert nur, wenn eine Einrichtung passende Angebote für die Nutzer schafft und nach Auswertung durchgeführter Aktionen diese weiter professionalisiert. Eine Herausforderung für die Ausstellungshäuser heute und in der Zukunft.

Denn das Thema Social Media bestimmt seit einigen Jahren das Internet. Das Web befindet sich durch die Teilnahme und die Mitbestimmung von Usern im Wandel. Viele Museen (aber immer noch eine Minderzahl) haben darauf bereits reagiert und zahlreiche Aktivitäten in den sozialen Netzwerken gestartet, um verschiedenen Zielgruppen ans Museum zu binden und sie am Geschehen vor Ort teilhaben zu lassen. Doch wird damit eigentlich die ersehnte Zielgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen, der die Aktivität in den Sozialen Netzwerken immer zugeordnet wird, eigentlich erreicht? Wenn dem so ist, lohnt sich der Aufwand, um die User auch ins Museum zu bekommen? Oder ist das Thema Social Media doch vielmehr als nur eine Zielgruppen-, sondern eher eine Kulturfrage? Ein Überblick zum Thema „Museum und Social Media“ soll auf viele dieser Fragen einige Antworten geben.

Vita

Sebastian Hartmann, 32 Jahre, Düsseldorf, Blogger zu Museum und Social Media.

Bis 2005 studierte Sebastian Hartmann Kunstgeschichte, Anglistik und Soziologie an der Ruhr-Universität Bochum und machte dort 2005 seinen Bachelor of Arts-Abschluss. Parallel zu seinem Studium arbeitete er erst bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung im Bereich Kultur (Lokalredaktion) und seit 2002 in verschiedenen Museen wie dem Stadtmuseum Hattingen, der Kunsthalle Recklinghausen und dem Kunstmuseum Bochum- vorwiegend in den Bereichen Ausstellungen und Museumspädagogik als freier Mitarbeiter. Von 2005 bis 2007 absolvierte Sebastian Hartmann ein Volontariat am Neanderthal Museum Mettmann mit dem Schwerpunkt Museumspädagogik. Anschließend erhielt er dort eine 3-jährige Anstellung für den Bereich Mediathek, Internet sowie Bildarchiv und begleitete unter anderem die Presse- und Öffentlichkeit und den Relaunch der Website www.neanderthal.de mit. Seit 2008 fokussierte er sich auf digitale Museumsthemen und etablierte Anfang 2010 das Social Media-Konzept „neanderweb2.0“ im Neanderthal Museum.

Seit 2010 berät Sebastian Hartmann viele Museen in NRW und deutschlandweit zu den Chancen und Möglichkeiten der Social Media-Nutzung. Bei vielen Workshops und Vorträge auf Konferenzen und Tagungen sowie innerhalb von Artikel in Fachzeitschriften gab er sein Wissen rund um das Thema "Museum und Social Web" weiter. Von Juli 2011 bis Mai 2013 war Hartmann Projektleiter für den Bereich  „Social Web“ bei der publicplan GmbH in Düsseldorf und betreute Museen und Ausstellungshäuser in Düsseldorf, Bonn, Münster, dem Ruhrgebiet, Stuttgart, Hamburg und weiteren Standorten. Zu den Kunden gehörten zum Beispiel die Kunst- und Ausstellungshalle Bonn, die Kunstsammlung NRW, das Museum Kunstpalast Düsseldorf, das Mercedes-Benz Museum Stuttgart, das Museum für Völkerkunde in Hamburg, das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster, das LVR-Landesmuseum Bonn, das Kunstmuseum Pablo Picasso Münster und viele weitere Institutionen. Ab Mai 2013 ist Sebastian Hartmann Social Media-Manager bei der Hamburger Agentur "elbkind".


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